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Lebenslauf

Der Lebenslauf ist das Herzstück Ihrer Bewerbung. Hier finden die Personaler die wesentlichen Fakten zu Ihrer Bewerbung. Eine sorgfältige Erstellung des Lebenslaufs ist daher besonders wichtig. Beim Verfassen sollte man sich also viel Zeit nehmen und ruhig etwas probieren, bis der Lebenslauf aussagekräftig, übersichtlich, gut gegliedert, lesefreundlich und trotzdem nicht zu lang ist.

Der Lebenslauf sollte lückenlos über Ihren persönlichen und beruflichen Werdegang informieren. Das Wesentliche muss übersichtlich und in der richtigen Reihenfolge dargestellt werden. Sie dürfen dabei nichts verfälschen oder verbergen! Der Umfang erstreckt sich auf ein bis zwei Seiten. Nur bei einem längeren Berufsleben mit mehreren Wechseln und unterschiedlichen Tätigkeiten können es auch drei Seiten sein, aber auf keinen Fall mehr. Ganz wichtig ist, dass der Lebenslauf immer ein aktuelles Datum hat und Ihre Unterschrift trägt.

Tipps für Vertriebler: Punkten Sie, indem Sie bei jeder beruflichen Station Ihren größten Verkaufserfolg auflisten.

Das gehört hinein

Das gehört in einen Lebenslauf:

1. Persönliche Daten

  •  Vor- und Zuname, evtl. Geburtsname
  •  Anschrift mit Telefonnummer und E-Mail
  •  Geburtsdatum, Geburtsort
  •  Familienstand
  •  Religionszugehörigkeit (nur wenn arbeitsplatzbezogen wichtig)
  •  Staatsangehörigkeit (nur bei Ausländern)

2. Berufserfahrung, bei Einsteigern Praxiserfahrung aus Praktika oder Hochschule

  • Arbeitgeber (mit korrekter Rechtsform!) und Ort
  • Abteilung und Position
  • Kurzbeschreibung von zwei bis fünf Tätigkeitsbeispielen, auch als Aufzählung (möglichst Beispiele wählen, die gut zur neuen Stelle passen könnten)

3. Schule, Ausbildung und Studium

  • Die Schulzeit kann anhand eines Datums aufgeführt werden: z. B. Abitur am Labenwolf-Gymnasium, dazu das Datum des Abschlusszeugnisses
  • Zivildienst/Wehrdienst/soziales Jahr
  • Ausbildungsbezeichnung, Ausbildungsort, kennengelernte Bereiche, Abschluss
  • Hochschulstudium (Studiengang, Universität, Abschluss und Abschlussnote, Schwerpunkte und Thema der Abschlussarbeit)

4. Zusatzqualifikationen

  • Sprachen und deren Kenntnisstand
  • PC-Kenntnisse (darauf achten, die Angaben der Stellenbeschreibung anzupassen. Wenn gute Kenntnisse in MS Office verlangt werden, schreibt man in den Lebenslauf auch „gute Kenntnisse in MS Office“ sofern es zutrifft.
  • besondere Führerscheine, Personenbeförderungsscheine

5. Fort- und Weiterbildung (nicht für Berufseinsteiger)

  • Seminare, die über den das übliche Maß oder den ausgeübten Beruf hinausgehen
  • Studenten, die in anderen Fachrichtungen Zertifikate erworben haben, sollten das aufführen

6. Auslandsaufenthalte

7. Hobbys in Sonderfällen

8. Datum und Unterschrift

Tipps für Vertriebler: Für viele Jobs im Vertrieb ist es wichtig einen gültigen Führerschein und ein eigenes Auto zu haben. Sie sollten Angaben hierzu unter „Zusatzqualifikationen“ aufführen.

Vorwärts oder Rückwärts?

Immer wieder stellt sich die Frage, ob die beruflichen Stationen im Lebenslauf vorwärts oder rückwärts aufgelistet sein sollen. Dazu gibt es unterschiedliche Handhabungen: Berufseinsteiger schreiben ihre Stationen chronologisch, so wie sich ihre Berufseignung entwickelt hat. Berufserfahrene schreiben diese rückwärts, dadurch wird die Erfahrung und Eignung in den Vordergrund gerückt.

Zu den persönlichen Daten:

Tipp für Ausländer: Sollten Sie über eine gültige Arbeitserlaubnis verfügen, so geben Sie dies gleich bei den persönlichen Daten neben der Staatsangehörigkeit an. Das signalisiert dem Personaler, dass er keinen Arbeitsaufwand mit Formularen und Anträgen hat, um Ihre Anstellung beim Arbeitsamt durchzubringen.

Wenn das Foto nicht schon auf ein Deckblatt geklebt wurde, wird es hier bei den persönlichen Daten rechts oben angebracht oder eingefügt.

Tipps für Vertriebler: Von einem Mitarbeiter im Vertrieb erwartet man, dass er ein Mobilnummer angibt und über ein Fax verfügt. Mit Angabe beider Nummern signalisieren Sie sowohl Ihre permanente Erreichbarkeit, als auch dass Sie über ein Büro verfügen.

Zur Berufserfahrung

Alle Angaben zur Ihrer beruflichen Tätigkeit sollten Sie auch mit Zeugnissen belegen können. Sie müssen aber nicht alle Zeugnisse beilegen, meist interessieren nur die aus den letzten drei Beschäftigungen. Sie sollten dann die anderen auflisten und anbieten, diese nachzureichen.

Sollten Sie zwischen den einzelnen Beschäftigungen Lücken haben, so deklarieren Sie diese mit „Stellensuche“ oder „Bewerbungsphase“. Wenn Sie in dieser Zeit Fortbildungen besucht haben, so erwähnen Sie das. Wichtig ist, dass Sie einen „aktiven“ Eindruck hinterlassen.

Tipps für Vertriebler: Wenn Sie selbstständig tätig sind oder waren, verfügen Sie über keine Zeugnisse von einem Arbeitgeber. Lassen Sie sich deshalb von Unternehmen, für die Sie tätig waren immer ein Referenzschreiben ausstellen, das Sie Ihrer Bewerbung beilegen.

Schule? Ausbildung? Studium?

Je weiter Ihr Berufsleben fortschreitet, desto weniger wichtig werden die Schulzeugnisse. Spätestens wenn Sie zehn Jahre im Beruf waren, interessiert es nicht mehr, ob Sie ihren Schulabschluss mit 2,8 oder 3,2 gemacht haben. Was aber immer beigefügt sein sollte, sind Zeugnisse von universitären Abschlüssen und beruflicher Weiterbildung.

Tipps für Vertriebler: Versuchen Sie nicht, mangelnde Arbeitszeugnisse durch eine Fülle von Schulzeugnissen wett zu machen. Punkten Sie besser bei „Zusatzqualifikationen“ oder „Weiterbildungen“ mit dem Erwerb von Fachwissen durch Seminare.

Zu Zusatzqualifikationen

Wenn Sie Sprachkenntnisse angeben, sollten diese auch vorhanden sein. Bei den Sprachkenntnissen gibt es diese Abstufungen:

  • Muttersprachlich
  • Verhandlungssicher
  • Fortgeschrittene Kenntnisse
  • Grundkenntnisse

Ein Crashkurs Italienisch bietet keine Voraussetzung um im Lebenslauf als „Grundkenntnisse“ aufgeführt zu werden. „Grundkenntnisse“ bedeutet, dass Sie Fragen aus dem Alltag stellen und die entsprechenden Antworten verstehen können. Mit „Fortgeschrittenen Kenntnissen“ können Sie eine Plauderei führen. „Verhandlungssicher“ bedeutet, dass Ihnen Fachterminologie geläufig ist. „Muttersprachlich“ heißt, dass Sie auch Nuancen und Schimpfwörter einer Sprache beherrschen. Es kann durchaus sein, dass Sie im Vorstellungsgespräch bereits mit einer Fremdsprache konfrontiert werden. Nichts wäre peinlicher, als zugeben zu müssen, dass Sie mit Ihren Sprachkenntnissen aufgeschnitten haben.

Bei den PC-Kenntnissen wird heutzutage der Umgang mit Word und Excel vorausgesetzt. Das ist so selbstverständlich wie ein Führerschein bei Erwachsenen geworden. Power Point und Access sind schon seltener anzutreffen. Deshalb schreiben Sie nicht nur „Office-Kenntnisse“, wenn Sie Power Point oder/und Access beherrschen, sondern führen Sie das extra auf. Kurse in HTML-Progammierung für das Internet können sich bei ihrer nächsten Bewerbung auszahlen. Versuchen Sie, sich ein paar Spezialkenntnisse anzueignen. Das zeigt, dass Sie Köpfchen und Ehrgeiz haben.

Tipps für Vertriebler: Wenn Sie über Sprachkenntnisse verfügen, legen Sie sich ein Spezialwörterbuch zu und pauken Sie im Vorfeld die wichtigsten Branchenbegriffe, falls die Sprache für den Job wichtig ist. Informieren Sie sich über die wichtigsten Messen der Branche. Vielleicht können Sie Ihre Sprachkenntnisse auf der Buchmesse in Bologna gewinnbringend einsetzen? Das gleiche gilt im Übrigen auch für den deutschen Markt (Brachenbegriffe gebrauchen, Fachmessen kennen).

Zu Fort- und Weiterbildungen

Nicht jedes Seminar sollte aufgeführt werden, schon gar nicht, wenn es nicht zur gewünschten Stelle passt. Auch Seminare, die von manchem als zu esoterisch oder extravagant abgetan werden, können Ihrer Bewerbung eher hinderlich sein. Sie sollten aber auf jeden Fall Fort- und Weiterbildungen aufführen, denn wenn Sie keine vorweisen können, macht das einen trägen und desinteressierten Eindruck. Geben Sie nicht mehr als fünf an und schreiben Sie „Auswahl“ dahinter.

Tipps für Vertriebler: Nahezu jeder Vertriebsjob beginnt mit einer Schulung. Lassen Sie sich immer eine Urkunde oder ein Zertifikat geben. Feilen Sie stets an Ihren rhetorischen Fähigkeiten und belegen Sie ab und an Kurse dafür.

Zu Auslandsaufenthalte

Versuchen Sie mehrmonatige Urlaubsphasen im Ausland als Bildungsreisen zu deklarieren. Wenn sie mit einem Sprachkurs verbunden waren, ist das ganz leicht. Auch wenn es eine Rucksacktour auf eigene Faust war, diente das Organisieren, das  „Alleine auf sich gestellt sein“, das Meistern von Herausforderungen und Gefahren der Reife Ihrer Persönlichkeit und Ihres Selbstmanagements. Überlegen Sie, was Ihnen im Nachhinein der Aufenthalt gegeben hat und wie Ihre persönliche Entwicklung davon profitiert hat. Ein oder zwei Stichpunkte dazu können Sie dann bei der jeweiligen Station im Lebenslauf machen.

Tipps für Vertriebler: Informieren Sie sich im Ausland über aktuelle Messen. Bei längeren Aufenthalten besuchen Sie die eine oder andere. Heben Sie die Eintrittskarten auf. Eingescannt und als kleines Icon neben der Angabe über Ihren Auslandsaufenthalt im Lebenslauf dokumentieren sie eine wichtige berufliche Station.

Zu Hobbies

Seien Sie bei der Angabe von Hobbies vorsichtig. Sie schaffen damit ein Bild von sich, das vielleicht nicht zum Arbeitsplatz oder Unternehmen passt. Vielleicht engagieren Sie sich in einer Organisation, die dem Geschäftszweck Ihres künftigen Unternehmens entgegen läuft. Natürlich können Sie nun sagen, dass Sie dann dort sowieso nicht arbeiten wollen. Trotzdem: die Entscheidung darüber sollten Sie selbst treffen und nicht vom Unternehmen von vorne herein „ausgemustert“ werden. Auch Hobbies die mit Weltanschauungen verbunden sind, sollten Sie nicht erwähnen. Sie wissen nicht, wie der Personaler „gestrickt“ ist.

Tipps für Vertriebler: Unternehmen, die Vertriebsmitarbeiter einstellen, sehen es gerne, wenn der Bewerber bereits ein „Netzwerk“ mitbringt. Deshalb punkten Sie, wenn Sie z. B. in einem Sportverein oder in anderen Vereinigungen mit vielen Mitgliedern engagiert sind.